Notfälle


Leider passieren immer wieder Notfälle, Unfälle etc. mit Tieren, so dass dringend ein Tierarzt konsultiert werden muß. Für solche Fälle wollen wir Ihnen einige Tipps geben, die Sie dann anwenden können:

1: Erstes Gebot- Ruhe bewahren!!!

2: Vorsicht! Tiere im Schockzustand und/ oder die starke Schmerzen haben, reagieren unter Umständen panisch oder aggressiv und beißen oder kratzen sogar ihre Besitzer. In solchen Fällen ist es angebracht das Maul zu zubinden.

3: Tiere durch Zureden beruhigen und jegliche Aufregung des Tieres vermeiden. Atemwege bitte freihalten!

4: Falls das Tier verwundet ist, Verunreinigungen der Wunde vermeiden und die Wunde mit Kompressen (aus Ihrer Hausapotheke oder aus der Reiseapotheke, die bei uns erhältlich ist) abdecken.

5: Bei Vergiftungserscheinungen die Futterreste und- wenn möglich- die Verpackung sicher stellen und dem Tierarzt mitbringen.

6: Ausgeschlagene Zähne nicht reinigen, sondern in Milch eingelegt mitbringen.


Bei einem Notfall bitte uns telefonisch kurz informieren, so dass wir entsprechende Vorbereitungen treffen können.


Sollten wir nicht persönlich erreichbar sein, so hilft Ihnen unser Anrufbeantorter weiter. (gleiche Telefonnummer) Bitte dringend auf den Anrufbeantworter sprechen und Ihre Telefon-Nummer hinterlassen, wir melden uns umgehend bei Ihnen. Nur so können wir Ihnen helfen!

Wir sind selbstverständlich bemüht für Sie ständig da zu sein, aber auch wir benötigen ab und zu eine Regenerationsphase. Für solche Fälle, daß wir nicht erreichbar sind, rufen Sie bitte die


oder an den Wochenenden den tierärztlichen Notdienst, den Sie aus Ihrer Tageszeitung oder Wochenblatt entnehmen können, oder bei der hiesigen Polizei erfragen können.

 

Vergiftungen bei Tieren

Grundsätzlich empfiehlt es sich in allen Vergiftungsfällen, auch wenn es sich nur um einen Verdacht handelt, mit einem Tierarzt Kontakt aufzunehmen.

Rufen Sie den 24-Stunden-Notdienst von Bayer Vital,
Ärztliche Abteilung, Leverkusen an:

Telefon: 02 14 / 30 - 73 65

Weiterhin sollten Sie Folgendes beachten:

Zuerst müssen Sie die weitere Giftaufnahme abstellen, verhindern Sie also, dass das Tier weiterfrisst!
Bevor Sie zum Tierarzt fahren, sammeln Sie folgende Informationen:

Beschreibung des Giftes (evtl. Verpackung, sonst Farbe, Konsistenz etc.)
Reste des Giftes, soweit vorhanden
Zeitpunkt der Giftaufnahme (vermutet oder beobachtet?)
Menge des aufgenommenen Giftes
möglichst Erbrochenes für einen Giftnachweis sicherstellen

Häufige Vergiftungsfälle

Rattengift
Bei Rattengiften handelt es sich in der Regel um Blutgerinnungshemmer. Falls ein Tier Rattengift gefressen hat, kommt es zu unstillbaren Blutungen. Die Tiere werden matt, blass und schweratmig, zeigen oft Erbrechen. Suchen sie sofort einen Tierarzt auf!

Glykolvergiftung (Frostschutzmittel)
Glykol ist süß und wird daher – besonders von Katzen – sehr gerne aufgenommen. Die Tiere erbrechen, sind unruhig und haben Durst. Suchen Sie sofort Ihren Tierarzt auf!

verschiedene Giftpflanzen
Verschiedenste einheimische Zier- und Wildpflanzen sind für unsere Haus- und Nutztiere z. T. hochgiftig, nachfolgend finden Sie nur eine Auswahl.
Bitte konsultierend Sie umgehend Ihren Tierarzt, wenn Sie eine Aufnahme dieser Pflanzen befürchten:

Eibe (Taxus baccata)
besonders empfindlich sind Pferde

Oleander (Nerium oleander)
besonders empfindlich sind Pferde und Rinder

Rhododendron
besonders empfindlich sind Schaf und Ziege, gefolgt von Pferd und Rind

Fingerhut (Digitalis purpurea)
besonders empfindlich sind Pferde, Schafe und Enten

Gemeiner Seidelblast (Daphne mezereum)
besonders empfindlich sind Schwein, Rind und Pferd